|
22. Dezember 2007 / Th
Wir hatten dann immer recht guten Wind, so dass wir gut
vorankamen. Mit Hilfe der Strömung sind wir bis über 8 Knoten
gelaufen und haben so wärend der ganzen Nacht Meilen gefressen,
dass es eine Freude war. Im Morgengrauen konnten wir dann den
direkten Kurs auf Richards Bay setzen. Mit ein wenig
Motorunterstützung sind wir bis vor die Hafeneinfahrt gesegelt.
Um 11 Uhr haben wir angelegt.
Jetzt liegen wir im Small Craft Harbour und warten auf die
Hafenbehörden, die unsere Papiere machen, damit wir offiziell im
Land sind. Im Unterschied zu Madagaskar hat es hier doch einige
Jachten und auch darauf lebende Jachties. Hier am Hafen hat es
Restaurants und ich freue mich schon auf das 500g T-Bone Steak
und den gemischten Salat zum Abendessen (zum Glück haben wir
heute keinen Fisch mehr gefangen, sonst gäbe es die nächsten
Tage wieder Fisch ;-).
In den nächsten zwei Wochen wollen Julia und ich jetzt den
Ostteil von Südafrika erforschen (auf dem Landweg). Falls
möglich, besuchen wir den Kruger Nationalpark, welcher hier
ziemlich in der Nähe ist.
Das Klima hier ist angenehm (so wie bei uns im Sommer) aber das
Meer ist merklich kühler, als in Madagaskar. Und es soll noch
kälter werden, da am Kap der Guten Hoffnung dann ein kalter
Strom aus der Antarktis herauffliesst. Wir werden sehen.
|
|
21. Dezember 2007 / Th
Nun sind wir also auf dem Weg nach Richards Bay. Vor ca. 2
Stunden sind wir in die Hoheitsgewässer von Südafrika
eingefahren. Der Wind ist mal so, mal so. Zur Zeit segeln wir
mit 4.5 - 5.5 Knoten und hoffen, bald die südwärts setzende
Strömung zu erwischen und dadurch noch einen Zahn zulegen zu
können. Wenn alles gut geht, kommen wir morgen in Richards Bay
an.
|
|
19. Dezember 2007 / Th
Nachdem unsere Wetterdaten ziemlich starken Südwind vorausgesagt
hatten (30-40 Knoten) und wir ja Richtung Süden unterwegs waren,
mussten wir uns entscheiden, ob wir in Inhambane bleiben wollten
oder aber noch versuchen sollten Maputo zu erreichen, bevor der
Sturm kommen würde. Der Beginn des Sturmes war auf die Nacht vom
16. auf den 17. angesagt und wir entschlossen uns, da wir
inzwischen guten Wind hatten, die 200 Meilen noch unter die
Segel zu nehmen. In der Nacht vom 15. auf den 16. lief es dann
ganz gut, aber gegen morgen hatte der Wind immer mehr
nachgelassen. Nach einigen Überlegungen kamen wir zum Schluss,
dass wir mit einem Schnitt von 6 Knoten laufen mussten, um noch
bei Tage in Maputo anzukommen. Also entschlossen wir uns, alles
auf eine Karte zu setzen und unter Motor zu fahren (der Sprit
würde gerade noch bis Maputo reichen). Da wir Mitströmung
hatten, liefen wir zwischen 6 und 7 Knoten. Und dann kam dann
auch der Wind, so dass wir dann wieder flott segeln konnten. So
waren wir dann am 17. um die Mittagszeit noch gut 20 Meilen von
Maputo entfernt. Der Wind hatte aber wieder so weit
nachgelassen, dass wir nicht mehr vom Fleck kamen und wieder
motoren mussten. So kamen wir dann um 19 Uhr an unserem
Ankerplatz in der grossen Bucht vor Maputo an.
Da wir doch mal wieder Angelglück gehabt hatten und eine schöne
Goldmakrele gefangen hatten, gabs Fisch zum Abendessen. Wir
rätselten darüber, ob der angekündigte Südwind wohl kommen würde
und wenn ja, wann und wie stark. Denn es war immer noch
windstill. Dann plötzlich, von einer Minute auf die andere
hatten wir 30 Knoten Wind aus Süden. Und der hat bis heute
Mittag geblasen mit bis zu 40 Knoten. Da der Ankerplatz ziemlich
offen ist, haben wir zwei ziemlich unangenehme Tage und Nächte
hinter uns. Es schaukelte und rollte, so dass man sich
festhalten musste. Wir lagen die meiste Zeit im Bett.
Jetzt ist der Wind zurückgegangen und die Wellen 'plämperln'
langsam aus. Und so hoffen wir, dass wir morgen noch die letzten
200 Meilen bis nach Südafrika in Angriff nehmen können.
Da wir von verschiedenen Seiten gehört haben, dass die
Segeljachten in Mosambik mit immer neu erfundenen Gebühren
regelrecht ausgenommen werden, hatten wir keine Lust, hier noch
einzuklarieren für ein paar wenige Tage.
|
|
15. Dezember 2007 / Th
Gestern haben wir von der Abwahl BRBs gehört (Dank an Renata
[nicht fürs Abwählen, aber fürs Überbringen der guten
Nachricht];-). Zuerst dachten wir natürlich an einen Scherz aus
dem Hause Tuarich und haben deshalb nochmals den Inmarsat
angezapft. Tatsächlich, es ist wahr, Freude herrscht, sogar im
flautengeplagten Mosambik Channel.
Wir sind jetzt wieder voll im Strom (2-3 Knoten) und kommen -
dank endlich etwas anständigem Wind - zur Zeit ziemlich flott
voran (6-7 Knoten). Wir sind noch etwa 50 Meilen von Inhabane
entfernt, von dort geht es weiter Richtung Maputo und dann nach
Richards Bay.
Gestern hat dann doch mal wieder ein Fisch angebissen. Eine
wunderschöne, grosse Goldmakrele. Sie hat in allen Farben
geschillert, wenn sie aus dem Wasser sprang. Und sie hat tapfer
um ihr Leben gekämpft - und, zu unserem Leidwesen, gewonnen. Sie
konnte sich vom Haken befreien und wir standen wieder mal mit
leeren Fischtellern da. Also gabs zum Abendessen Penne mit
Speck, Zwiebeln und Peperoni.
In der Nacht sind wir mehr oder weniger gedümpelt bzw. haben uns
von Strom treiben lassen. Heute morgen haben wir dann eine
Schule sehr grosser Delfine gesehen, wahrscheinlich Tümmler.
|
|
14. Dezember 2007 / Th
Leider klappts immer noch nicht so richtig mit dem Wind. Zur
Zeit dümpeln wir 170 Meilen nördlich von Inhambane mit 2-3
Knoten durch eine leichte Dünung. Wir sollten jetzt dann endlich
wieder in den Strom kommen, der uns um 2-3 Knoten beschleunigen
sollte. Bis Richards Bay sind es immer noch 530 Meilen.
Und die Fische beissen auch nicht.
Gestern hatten wir wieder mal Besuch von Delfinen. Sind sind vor
unserem Bug hin und her geschwommen (bis Klaus auf die gloriose
Idee kam ins Wasser zu springen ... da waren sie weg).
|
|
12. Dezember 2007 / Th
Leider hatten wir bis jetzt nicht viel Windglück. Wir mussten
viel Motoren und das zum Teil gegen eine starke Strömung. Seit
gestern Abend sind wir jetzt auf südwestlichem Kurs der Küste
von Mosambik entlang. Hier haben wir eine mitlaufende Strömung
von ca. 4 Knoten. Das heisst, auch ohne Wind machen wir 100
Meilen pro Tag. Mit dem wenigen Wind, den wir bis jetzt hatten,
sind wir so mit 5 bis 6 Knoten gelaufen. Seit einer Stunde haben
wir nun 10-12 Knoten Südostwind und laufen damit zwischen 7 und
9 Knoten. Das ist schon was anderes, als mit dem Motor mit 3.4
Knoten gegen die Strömung. Nun hoffen wir, dass der Wind ein
wenig anhält und wir noch dieses Jahr in Richards Bay ankommen.
WIr haben noch etwa 700 Meilen vor uns, 500 haben wir in den
letzten 6 Tagen zurückgelegt. Zur Zeit sind wir ca. 200 Meilen
nordöstlich von Beira.
Die ersten Fotos von Madagaskar sind jetzt unter
Bilder zu finden. Vielen Dank an Michel
und Mike.
|
|
9. Dezember 2007 / Th Am
7. Dezember um 7 Uhr sind wir in Majunga losgefahren. Wir hatten
am Anfang recht guten Wind und sind zügig vorwärts gekommen. Mit
dem Fischen hat es nicht so gut geklappt. Der erste Fisch war
wohl so gross, dass das Drahtseil, mit dem der Köderfisch an der
Leine gefestigt ist, gerissen ist. Unser bester Köderfisch war
weg. Dann haben wir den zweitbesten Kunstfisch angehängt und
auch einen Fisch dran gehabt. Beim hereinholen ist es dann
passiert. Ich hatte den Fisch am Haken und Klaus hat bereits den
Köder von der Leine gelöst (was wir sonst immer erst machen,
wenn der Fisch sicher im Schiff ist). Und da hat sich der Fisch
prompt mit einem heftigen Schwanzflossenschlag befreien können.
Der zweite Köder war auch weg. Mit dem dritten haben wir dann
doch noch einen kleinen Wahoo gefangen.
Der Wind war bis jetzt leider sehr launisch: mal viel, mal
wenig, mal aus der falschen Richtung, daher kommen wir eher
langsam voran. Wir sind jetzt an der westlichsten Stelle von
Madagaskar vorbei und fahren zur Zeit unter Motor Richtung Ile
Juan de Nova.
|
|
6. Dezember 2007 / Ju Nun
liegen wir in Majunga vor Anker, Klaus ist auf der Bank und bei
der Immigration für das notwendige Prozedere der Ausklarierung
aus dem Land. Sobald er zurück ist, gehen Thomas und ich
nochmals an Land zum nahe gelgenen Supermarkt, wo wir die
letzten Ariary ausgeben werden. Auf dem Markt waren wir gestern
schon. Segler in Nosy Be und das Afrika-Handbuch haben vor
diesem Ort gewarnt: man sei nicht sicher und die Boote vor Anker
würden ausgeraubt. Einmal mehr muss man sich selber ein Bild von
der Lage machen um die diversen, auch widersprüchlichen Aussagen
richtig einordnen zu können. Wir haben überhaupt nicht das
Gefühl, es sei hier "gefährlicher" als in Nosy Be oder auch
Diego. Natürlich lassen wir das Dinghi mit dem Motor dran nicht
unbeaufsichtigt an Land, zumal es gar keine ruhigen Anlegeplätze
hat. Denn die Gezeitenunterschiede überall hier sind sehr gross
und die Ausstiegsmöglichkeiten fürs Land immer voller anderer
Boote mit Ein- und Ausladearbeiten. So müssen wir uns entweder
abwechseln oder einen 'gardien' beauftragen und bezahlen, um auf
das Dinghi mit Motor aufzupassen. Das ist hier halt so und wird
ausser in einer Marina auch weiter der Fall sein. Majunga selber
macht den grösseren Eindruck als Diego Suarez, die Strassen
breit und die Gebäude gross. An der schön gemachten
Uferpromenade, der Corniche, steht ein riesiger, 700jähriger
Baobabbaum. Durchmesser des Stamms sicher 5 Meter. Hier gibt es
viel mehr pousse-pousses als Taxis. Das sind die farbigen
Rikschas, die von meist barfüssigen Männern im Laufschritt
gezogen werden. Der Markt ist gross und um die Markthalle herum
ist ein ganzes Quartier voller Buden mit Gemüse, Früchten,
Haushaltwaren, Kleidern, Elektronik, etc. Ein ungeheures Gewusel
unter den niedrigen Ständen mit schmalen Durchgängen, vielen
Menschen und einer sengenden Sonne. Leider scheint es hier unten
keine Ananas mehr zu geben, dafür haben wir Pflaumen und eine
andere hartschalige, rauhe Frucht erstanden. Die Marktfrauen
geben dir ja immer zum Probieren, jedenfalls schmeckte es gut
und mit Klaus' Hilfe haben wir dann herausgefunden, dass es sich
um Lichis handelt. Die scheinen jetzt hier in Massen reif zu
sein. Hier finden wir auch wieder den leckeren malgassischen
Käse, Milchprodukte, geröstete Cashewnüssli und Speck. Das sind
so die Sachen, die uns die Kost verfeinern. Jedenfalls sind
unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Bei den Teigwaren bin ich nach
dem Käfermassaker vorsichtig geworden und wir bunkern nicht mehr
soviel. Sogar Barillas wiesen diesen Käferbefall auf und wir
haben ein paar Pastapackungen von Hand verlesen (die guten ins
Töpfchen, die schlechten ins Meer) und mehrere Kilo von fast nur
noch Pastamehl fortwerfen müssen! Im Supermarkt werden
zuvorderst Glitzergirlanden, Geschenkpapier und Weihnachtskugeln
ausgestellt. Was sich zuerst wie Schoggiosterhasen ausnahm,
stellte sich als Schoggiweihnachtsstrümpfe heraus. Hier werden
die Geschenke ja vom Weihnachtsmann gebracht. Das mit dem Kamin
dürfte sich schwierig gestalten, gibt es hier vernünftigerweise
doch keine Heizungen, sondern Ventilatoren oder Klimaanlagen.
|
|
5. Dezember 2007 / Ju Zu
Analalava gibt es noch mehr zu erzählen. Als Ort hat mir dieses
Dorf von allen bisherigen fast am besten gefallen. Die Häuser
sind höchstens zweistöckig, auch die grösseren wie Schule und
Verwaltungsgebäude. Ausser dem langen Hafenquai ist nichts
gepflästert und demzufolge gab es fast gleich viele Ochsenkarren
zu sehen wie Autos, etwas mehr Töffs. Breite Wege, gepflegte
Gärtchen, wenig herumliegender Abfall, z.T. ganz schön gemachte
Holzhütten mit Schilfdächern und Zäunen aus Asthölzern. Die
Leute relaxt, sauber, offene Gesichter, bereit zu einem
neugierigen Blick in unsere Gesichter und mit breitem Lachen als
Antwort auf mein "buonazara" (bonjour). Auf mich machte es einen
sehr entspannten und gemächlichen Eindruck. Praktisch keine
Touristen und null Souvenirshop. Das Angebot auf dem kleinen
Markt war allerdings auch klein, ausser ein paar Tomaten,
Zwiebeln und Eiern habe ich keine Frischprodukte gefunden.
Ananas gab es gar keine und da hier alles voller wuchtiger
Mangobäume ist, wurden natürlich keine zum Verkauf angeboten, da
sie eh jeder selber im Garten oder von der Strasse hat. Auf
unserer Suche nach Brot sind Klaus und ich dann beim Herumfragen
auf einen hier ansässigen Franzosen gestossen. Mit ihm und
seinem malgassischen Gesprächspartner ergab sich dann gleich ein
interessantes Gespräch über den Ort und die ehemalige
Gefängnisinsel Nosy Lava, an der wir vorübergeflitzt sind.
Alles, was irgendwie mit dem Fremdenverkehr zu tun hat, liegt ja
in den Händen von initiativen Ausländern (die auch das nötige
Kapital und den Unternehmergeist aufbringen können). Der
Franzose besitzt ein kleines Hotel hier, seine Mutter koche,
selbstverständlich könnten wir gerne am Abend zum Essen kommen,
was wir denn wollten. - Ah ja, das kleine Hotel gleich hier, an
dem wir vorüber gekommen sind. - Wir bestellten Poulet au coco,
denn das Zebufleisch find ich eher zäh und Fisch hoffen wir
selber wieder zu fangen. Zudem könne er uns dunkle und haltbare
Brötchen besorgen, die wir dann am Abend gleich mitnehmen
könnten. Den Namen seines Hotels hat er auch noch gesagt, den
haben wir uns jedoch nicht gemerkt, sind aber auf dem Rückweg
noch reinschauen gegangen. Nett, sauber, klein, kein Plastik.
Seine Mutter war nicht da, nur eine Frau, die fast kein
Französisch sprach. - Nach dem Plaudern und Austauschen mit der
WWF-Gruppe wollte Klaus telefonieren und Thomas fotografieren,
also haben wir uns getrennt um uns im Hotel-Resto wieder zu
treffen. Klaus sass dann schon dort auf der Veranda und sagte,
der Franzose habe offenbar vergessen, seine Mutter zu
informieren, denn die Frau hier habe von nichts gewusst. Aber
die 3x Poulet au coco seien bestellt. Irgendwie wurden wir aber
doch stutzig, denn die Frau konnte sich dann doch soweit
verständlich machen, dass dieses Hotel Narindra nicht einem
Franzosen gehöre, der Patron sei auch nicht da, sondern in
Majunga beim Einkaufen. Komisch! In der Küche war ein Mädchen am
Kokosnuss raspeln, wo doch eigentlich das Poulet au coco schon
Stunden vorher im Kokossaft eingelegt wird. Sehr komisch! Nach
vielem Hin und Her merkten wir dann, dass wir im falschen
Restaurant sein mussten. Oh nein! Wir waren schon hungrig, aber
nun war an zwei Orten für uns Essen bestellt und in
Vorbereitung. Hier, im Narindra, liess sich nichts mehr
rückgängig machen. Auch ohne Malgassischkenntnisse war der Ärger
der Frau Köchin sehr spürbar, als ich versuchte herauszufinden,
wie weit denn die Pouletkocherei war und ob sich das noch
abbestellen liesse. Oder am nächsten Tag zum Mittagessen, oder
mitnehmen aufs Schiff... Nichts zu machen, in einer
knappen Stunde sei das Essen parat. Einfach davonlaufen konnten
wir ja auch nicht, schliesslich lag der Fehler bei uns. Weder
Klaus noch ich waren auf den Gedanken gekommen, dass es hier
mehr als ein Hotel-Resto geben könnte, wir hatten ja nur dieses
eine hier gesehen. So suchte ich gemeinsam mit Thomas das andere
Hotel und Klaus hielt die Stellung. Beim Franzosen, Hotel
Varatraza, waren Salat, Poulet und Dessert für uns bereits
fertig und warteten .... Na ja. Schlussendlich haben wir
das Poulet am einen und den Dessert am anderen Ort gegessen und
sind am nächsten Morgen mit einer Pfanne vom Schiff zum
Franzosen, wo wir das zweite Poulet au coco einpackten und dann
später an Bord verspeisten. Bezahlen mussten wir ja beide und
auf dem Meer "fängt" man nicht so leicht ein Poulet. Obwohl
allerdings Fisch jeweils mit Abstand besser ist als diese
mageren Hühner(flügel). Die Brote aber waren extrem gut und auch
haltbar, nicht wie diese pampigen Baguettes, die schon beim
Aufschneiden vertrocknen. Trotz aller Umtriebe gingen wir dann
auch zum dritten Hotel, wo wir mit den drei Frauen auf ein Bier
abgemacht hatten. Dort hatten wir eh auch unser Dinghi auf den
Strand gezogen gehabt. Bier wurde keines getrunken, aber aber es
entwickelte sich ein spannender Austausch über unsere Reise und
ihr Aufklärungsprojekt vom WWF. Sie waren in einer touristisch
unerschlossenen Gegend stationiert, wo sie z.T. in einheimischen
Gastfamilien, z.T. in Camps im Wald selber mit der
Lokalbevölkerung Gespräche und Aufklärungsarbeit über die
Bedeutung des Waldes und der Lemuren für die nachhaltige
Entwicklung Madagaskars führten.
Am folgenden Morgen, nach Erledigung aller Pendenzen, setzten
wir um ca.11 Uhr die Segel, um in einem Schlag über die Nacht
durch unsere letzte Etappe, Majunga, zu erreichen. Ausser mal
einer kurzen Flaute während Klaus' Wache hat uns günstiger
Wind mit 5,5 bis 7,5 Knoten die 120 Seemeilen zurücklegen
lassen. Bei ruhiger See und Wellen aus der Windrichtung ist das
ein wunderbar entspanntes Segeln, bei dem man die
Geschwindigkeit kaum merkt. Ich wünschte mir genau solche
Verhältnisse für die Überfahrt von Madagaskar durch den
Mozambikkanal nach Südafrika :-)
|
|
3. Dezember 2007 / Th Die
Sicht beim Tauchen war leider nicht sehr gut, aber es war
trotzdem schön. Am andern Morgen sind wir um 6 Uhr losgefahren
mit Ziel Nosy Saba, einer kleinen Insel, wo es gemäss Führer
einen einigermassen sicheren Ankerplatz geben soll. Man konnte
tatsächlich ankern und es hatte ein schönes Riff zum Schnorcheln
und auch zum Tauchen. So entschlossen wir uns, die Nacht dort zu
verbringen. Klaus hatte einen 'Fluchtplan' ausgearbeitet, falls
ein Sturm aufkommen würde und wir den offenen Ankerplatz
verlassen müssten. Der Plan kam aber nicht zur Anwendung. Wir
haben also geschnorchelt und zwei Tauchgänge gemacht. Es gab
wirklich schöne Korallenformationen und jede Menge Fische zu
sehen. Auch Langusten haben wir gesehen, aber leider waren sie
zu flink um sich fangen zu lassen oder aber noch zu klein. Fisch
hatten wir auch keinen gefangen, so dass es halt Teigwaren mit
Speck zum Abendessen gab. Am frühen Nachmittag des nächsten
Tages haben wir uns dann wieder aufgemacht und sind mit sehr
gutem Wind nach Analalava gesegelt, wo wir knapp vor dem
Eindunkeln angekommen sind. Gestern sind wir dann stationär
geblieben und am Abend sind wir im relativ grossen Dorf (es gibt
aber nur zeitweise Strom, nur zwei Telefone und keinen
Handyempfang) essen gegangen. Vor dem Telefon haben wir dann
drei junge Frauen getroffen, die beim WWF ein Praktikum machen.
Eine von ihnen ist eine Schweizerin, ihr Vater stammt aus Grabs
(Lippuner!) und sie haben im Sevelerberg ein Ferienhaus (im
Fuchser). Ja, ja, die Welt ist klein.
Julia und Klaus sind nochmals an Land gegangen und wenn sie
zurück sind, machen wir uns auf den Weg nach Majunga, unserer
letzten Station in Madagaskar. Dann heisst es leider schon
wieder Abschied nehmen von diesem schönen Land. Uns steht eine
grössere Etappe nach Richards Bay in Südafrika bevor.
|
|
ältere News |
|